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A nfänge der Bremer Räterepublik

Die Bremer Räterepublik begann mit Meutereien unter den unzufriedenen Soldaten, nachdem sich der Kieler Matrosenaufstand herumgesprochen hatte. Die Bremer Garnison wurde unter die Führung einer Kommission gestellt.


Am Ende de Ersten Weltkrieges herrschte überall im Deutschen Reich eine revolutionäre Spannung. Auch in Bremen entlud sich diese Spannung früh. Bereits am 4. November 1918 forderte der Bremer USPD-Reichstagsabgeordnete Alfred Henke eine sozialistische Republik. Außerdem sollte der Kaiser und sämtliche Landesfürsten abdanken. Der Kieler Matrosenaufstand am gleichen Tag schlug weite Kreise unter den norddeutschen Soldaten und Arbeitern. Bereits zwei Tage später initiierten Kieler Matrosen in Bremen eine Militärrevolte.

Die Delegation aus Kiel befreite gemeinsam mit Werftarbeitern der "A.G. Weser" gefangene Kameraden. Eine Gruppe von 350 gefangenen Soldaten, die nach Munsterlager in die Lüneburger Heide gebracht werden sollten, meuterten am Bremer Bahnhof. Sie entwaffneten die Wachmannschaften und zogen zum Rathaus - gemeinsam mit den Bewachern. Und 100 Soldaten des Regiments "Bremen", die noch kurz vor dem offiziellen Kriegsende ins Feld geschickt werden sollten, verweigerten schlichtweg ihren Gehorsam.

Kommission übernahm militärische Gewalt

Diese Meutereien und Aufstände waren zunächst nicht koordiniert und verliefen voneinander unabhängig. Am Abend des 6. November vereinten sich die Soldaten und besetzten gemeinsam die Garnison. Ad hoc wurde eine vierköpfige Kommission gebildet, die mit dem Garnisonsältesten über die Übernahme der militärischen Gewalt verhandelte. Diese Kommission sorgte dafür, dass es trotz Belagerungszustand nicht zu Plünderungen kam und die öffentliche Sicherheit sichergestellt blieb. Sie war schließlich auch die Keimzelle für den ersten Bremen Soldatenrat. (bik)


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Erstellt am 17.01.2001

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