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Bordüre

F ührer der Cargo-Kulte

Die Cargo-Kulte wurden meistens von älteren Männern angeführt, die bereits zuvor einen großen einfluss hatten. Frauen traten selten auf, aber wenn, brachen sie noch radikaler mit den traditionellen Werten als männliche Führer.


Palme

Die Führer der verschiedene Cargo-Bewegungen waren meistens ältere Männer. Sie brachten die Erfahrung und die Fähigkeit mit, die Gefühle ihrer Gefolgsleute zu manipulieren. Oft stammten sie aus der sozialen Gruppe, die am meisten an Macht und Autorität durch das Christentum verloren hatten: die erblichen Priester.

Da Cargo-Kulte oft die einzige Möglichkeit boten, sich geistig von den Herren abzugrenzen, wurden auch viele tatkräftige Männer mittleren Alters zu Propheten der Bewegungen.

Frauen waren selten

Junge Männer standen bei einigen Kulten zwar im Vordergrund. Immerhin boten die Bewegungen ihnen die Möglichkeit, sozial aufzusteigen und Macht zu erlangen. Im Hintergrund standen jedoch oft ältere Männer, die die Jungen berieten und förderten.

Frauen waren nur sehr selten in Führungspositionen. Das hängt eng mit der traditionell untergeordneten Rolle von melanesischen Frauen im religiösen und sozialen Leben zusammen. Wenn sie allerdings den Aufstieg zur religiösen Führerin schafften, proklamierten sie oft den totalen Bruch mit den alten Traditionen, die ihr Geschlecht beschränkten: Die strikte Trennung von Männern und Frauen oder den Ausschluss der Frauen aus den männlichen Geheimriten wurde unter ihrer Führung aufgehoben.

Gruppenpsyche

Manchmal jedoch stand gar keine einzelne Persönlichkeit an der Spitze der Bewegung, sondern eher ein allgemeines Empfinden, die Gruppenpsyche. Diese Bewegungen dauerten oft länger an und konnten größere Gruppen vereinigen als die auf spezielle Führer fixierten Kulte. (bik)


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Erstellt am 24.05.2001

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