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Bordüre

D as geliebte Koffergrammophon

Koffergrammophone gehörten zum Schatz eines jeden echten Swingfreundes. Überall konnten sie damit ihre Musik hören.


Jeder Bremer Swingheini bemühte sich, ein Koffergrammophon zu besitzen, um damit mit seinen Freunden Zuhause, im Stadionbad, am Weserstrand und auf Paddelbooten Schallplatten zu hören. Am beliebtesten waren englische Platten, die man sich "über Schleichwege" aus dem Ausland besorgte oder über gute Beziehungen zu den Verkäufern der Musikgeschäfte.

Da die Grammophone und die Platten so kostbar waren, wurden sie selbstverständlich auch bei Fliegeralarm in die Luftschutzbunker genommen. Ernst-August Röhl erinnerte sich an die allabendlichen Luftangriffe, die er im Atlantic erlebte:

    "Da war es an der Tagesordnung, dass um halb neun die Sirenen gingen. Alles ging in den Keller. Musiker, Gäste, Bedienungspersonal. Dann haben sie ihre Instrumente mit runtergenommen. Und auf einmal fing einer mit dem Baß an. Ganz leise. Und dann kam einer mit einer Geige und zog so rüber. So ganz leise, schöne Sachen. So etwas kann man nicht bestellen. Und wenn dann Entwarnung war, wurde wieder weitergemacht. Das hat uns ja nicht gestört. Das gehörte einfach dazu." (bik)


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Erstellt am 04.08.2000

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