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Bordüre

J üdische Hilfsorganisationen

Viele der russischen Juden, die in die USA auswanderten, war fast mittellos. Um ihnen zu helfen, gründeten sich zahlreiche deutsche karitative Organisationen, die ihren Glaubensbrüdern mit Geld, Verpflegung und Pässen halfen.


        Karikatur jüdischer Migranten

Als Reaktion auf die Pogrome in Russland und die Auswanderungswelle wurden besonders nach 1881 zahlreiche jüdische Hilfsvereine gegründet, worunter das "Deutsche Central-Komitee für die russischen Juden", der "Israelische Unterstützungsverein für Obdachlose" und der "Hilfsverein für deutsche Juden" die größten waren.

Alle drei nahmen im Einverständnis mit den deutschen Staaten ähnliche Aufgaben wahr: Sie versorgten mittellose jüdische Immigranten mit Pässen, ärztlicher Untersuchung und Pflege, koscherer Nahrung und Kleidung und Zuschüssen. Die finanzielle Unterstützung war allerdings nur gering, da die Hilfe keinen Anreiz zur Auswanderung darstellen sollte oder durfte.

Hilfe direkt vor Ort

Die Organisationen hatten auch Vertrauensleute an Grenzorten und Eisenbahnknotenpunkten, wo sie die Auswanderer direkt versorgten, in Gruppen zusammenfassten und zum jeweiligen Hafen transportierten.

Das Central-Komitee nahm eine Sonderstellung ein. Unter anderem waren Juden, die von diesem Verein unterstützt wurden, per Verordnung vom Barmittelnachweis ausgenommen. (bik)


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Erstellt am 01.05.2001

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