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J azz im Rundfunk der Weimarer Republik und des Dritten Reichs

Jazz und Rundfunk entstanden in der gleichen Zeit und haben darüber hinaus viele Parallelen. Beide beeinflussten die Kultur, in der sie groß wurden, beide waren auf Technik angewiesen, und beide wurden in den 20-er bis 40-er Jahren politisch vereinnahmt.


Jazz ist die Musikform des 20. Jahrhunderts. Er entstand in Nordamerika aus Ragtime und anderen regionalen Instrumentalformen, wie den Brass Bands Alabamas und den Street Bands Louisianas. In ihm verbanden sich sowohl europäische als auch afrikanische Elemente. In seiner Frühform des New-Orleans-Jazz und des Dixieland-Jazz kam er nach dem ersten Weltkrieg nach Deutschland.

Jazz im Rundfunk der Weimarer Republik und des Nationalsozialismus - dieses Thema hängt eng mit dem Kulturleben der Zeit zusammen. Denn Jazz bedeutet mehr als eine Musikrichtung, Jazz drückt für viele Menschen eine ganze Lebensart aus. Und auch der Rundfunk prägt die zeitgenössische Kultur nachhaltig.

Jazz als kulturelles Gut?

Auffällig ist die nicht nur zeitgleiche, sondern auch parallele Entwicklung von Jazz und Rundfunk Anfang der 1920-er Jahre. Trotzdem - oder gerade deswegen - wurden in den Jahren 1920 bis 1945 heftige politische Kontroversen geführt, ob denn der Jazz überhaupt ein kulturelles Gut sei, das im neuen Medium Rundfunk gesendet werden dürfe.

Drei Phasen kennzeichnen diese Diskussion: die Zeit der Weimarer Republik, in der sich Jazz im Rundfunk im wesentlichen ungehindert, wenn auch nicht unkritisiert entwickeln konnte; die Zeit des Nationalsozialismus bis 1939, in der die Zwiespältigkeit des totalitären Regimes gegenüber dem "Niggerjazz" zum Ausdruck kommt; und die Kriegszeit 1939 bis 1945, in der sich die Situation für den Jazz und seine Freunde einerseits verschärfte, andererseits aber auch verbessert.

Hauptsächliche Grundlage für diese Arbeit ist der Aufsatz von Joachim-Ernst Berendt "Jazz als Indiz" aus dem Jahr 1975. Die ausführliche Literaturliste ist angehängt. (bik)


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Erstellt am 05.08.2000

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