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P arallele Entwicklung von Jazz udn Radio

Jazz und Rundfunk haben einige Parallelen: Sie begannen ihren Siegeszug Anfang der 20-er Jahre, waren auf Technik angewiesen und weltumspannend-international.


Die Entwicklung von Jazz und Rundfunk verliefen in den ersten Jahren erstaunlich parallel:

New-Orleans-Jazz und Dixieland, die frühen Formen des Jazz, kamen erstmals um 1917 von Nordamerika nach England und begannen von dort ihren Siegezug durch Europa. Zeitgleich wurde die Technik entwickelt, die einige Jahre später den Rundfunk ermöglichte.

Bereits am 24. Mai 1924, knapp sieben Monate nach der allerersten Rundfunksendung in Deutschland überhaupt, wurde in München die erste Musiksendung mit jazzähnlicher Musik ausgestrahlt. Regelmäßige Jazzsendungen folgten. Die ersten Kompositionsaufträge für den deutschen Rundfunk verwendeten Jazzmotive: Paul Hindemith schrieb 1924 in Frankfurt zwei "Jazzbandmusiken", und Ernst Krenek komponierte im gleichen Jahr seinen "Radio-Blues".

Technik brachte beide vorwärts

Jazz war außerdem, genauso wie der Rundfunk, auf die Technik angewiesen: Jazzgesang ohne Mikrofon ist undenkbar, und die diffizile polyphone Harmonie zwischen den einzelnen Instrumenten könnte ohne elektrische Verstärkung nicht herauskommen. Jazz war also die Radiomusik par excellence.

Und sowohl Jazz als auch Rundfunk hatten eine internationale Dimension: Sie beide umspannten die Welt und brachten sie enger zusammen. (bik)

 

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Erstellt am 05.08.2000

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