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ropaganda im ÄtherDie ausländischen Rundfunkstationen verbanden ihre Propaganda mit heißen Jazz-Klängen. Die deutschen Soldatensender reagierten auf diese Gefahr mit eigenen Sendungen und einer eigenen Jazz-Propagandaband.
An der Front und im grenznahen Deutschland gab es eine große "Gefahr" für die Nazis: Die ausländischen Radiostationen, die ihre immer schärfere Propaganda mit gutem Jazz verbanden. So präsentierte eine gewisse "Ilse" Glenn Miller im deutschsprachigen Spezialprogramm der BBC. In der "Stunde der deutschen Wehrmacht" sprach Miller zu den deutschen Soldaten sprach und spielte für sie. Die deutschen Soldatensender reagierten auf diese feindlichen Sendungen geschickt: "Ehe (die deutschen Soldaten) ganz zum Soldatensender Calais abwandern und da die Propaganda gleich mithören, spielen wir doch den Jazz lieber selbst." Die Deutschen standen in Punkto Rundfunkpropaganda kaum nach: Sie versammelten in der deutschen Radiopropagandaband "Charly and his Orchestra" beste deutsche Musiker und beschallten die alliierten Soldaten an der Front mit flotten Jazz-Rhythmen, in die die Churchill-, Stalin- und Roosevelt-Beschimpfungen und andere Verhöhnungen verpackt wurden. Jazz als Signal der Resistance Eine ganz spezielle Verbindung zwischen Jazz, Rundfunk und der Widerstandsbewegung zeigt folgende Geschichte, die Mike Zwerin erzählt: Funkeinheiten der französischen Resistance arbeiteten in den Alpen. "Ihre Aufgabe war, Signallichter für die RAF zu entzünden, wenn sie über die Alpen flogen, um Italien zu bombardieren. Jeweils fünf Minuten, bevor die Bomber in den Sektor einflogen,, kam ein Codezeichen über den Londoner Rundfunk: "And the angels sing" wurde gesendet, die Aufnahme mit Martha Tilton und der Benny Goodman Band." (bik) |