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Bordüre

D ie Geschichte vom fliegenden Robert

Robert kommt im Vergleich zu allen anderen Figuren sehr gut weg, obwohl auch er die bürgerliche Moral verlässt. Sein Schicksal bleibt offen.


Im Gegensatz zum erfolglosen Träumer Hans steht Robert. Auch er widersetzt sich den bürgerlichen Ratschlägen und bleibt bei Wind und Wetter nicht in der geschützten Stube, sondern stürzt sich in das ganz und gar unbürgerliche Abenteuer.

Doch anders als Hanns, der in seiner träumerischen Unentschiedenheit nur untüchtig und lächerlich wirkt, kann Robert imponieren. Hier zeigt sich nicht nur Hoffmanns pädagogische Missbilligung, sondern auch Bewunderung und eine verdrängte Sehnsucht nach dem Unbekannten. Nicht ohne Grund bleibt sein Schicksal offen: Er fliegt und verwirklicht damit einen der ältesten Träume der Menschheit, Robert verschwindet einfach im Himmel und wurde nie mehr gesehen. Dies kann eine Warnung sein - oder ein Vorsprechen. Hier endet das Buch. Der Fantasie des Kindes bleibt es überlassen, die Geschichte weiterzudenken. (bik)


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Erstellt am 07.11.2001

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