Zusammenfassung | Bremer Swingkids | Stenze | Treffpunkte | Tanztees | Grammophon | HJ | Verfolgung | Jazzverbote | Schwarzhörer | Bremer Verbot | Widerstand | Grundhaltung | Spurensuche | Literatur

Bordüre

P rivate Tanztees

Die Bremer Swingkids trefen sich zuhause zu privaten Tanztees. Dort konnten sich sogar noch hotten, als offiziell Tanzverbot herrschte.


Nicht nur in den einschlägigen Tanzlokalen wurde Swing und swingähnliche Musik gehört. Auch in den Bremer Tanzschulen z.B. von Gustav Hölzer und Gertrud Ehlers konnten die Jugendlichen manches Mal die eigentlich verpönten und später sogar verbotenen "englischen Tänze" tanzen.

Im Krieg, als es keine öffentlichen Tanzgelegenheiten mehr gab, trafen sich die Jugendlichen privat zum Tanztee. Da ging es manchmal heißer her, als zuvor in der Öffentlichkeit. Lore von Engel, geboren 1923, erinnerte sich:

    "Wenn die Fronturlauber aus meinem Freundeskreis nach Hause kamen, ging es sofort los mit Tanzen. Du konntest ja sagen, du lädst ein paar Freunde ein, und es waren ja Fronturlauber, bei denen wurden ja nun wirklich Augen und Ohren zugedrückt. Und denn wurde getanzt. Wenn wir zu laut waren, dann haben die Nachbarn mal geschimpft. Aber die Tochter des einen Nachbarn tanzte ja mit, und der konnte denn auch nicht viel sagen. Dann hätte er es erst einmal ihr verbieten müssen!" (bik)

 

zurück zu den Bremer Swingkids

 

Erstellt am 04.08.2000

Hier geht's zurück nach Hause