Live-Chat wird im virtuellen Rathaus bald möglich sein

Auch die Gemeinde Stadland präsentiert sich jetzt im Internet - Seiten werden erweitert

(veröffentlicht in der Kreiszeitung Wesermarsch, 26.2.2000)


Rodenkirchen. "Das Zeitalter der modernen Technik hat nun auch in Stadland Einzug gehalten", verkündet Bürgermeister Boris Schierhold stolz, als er die neuen Internet-Seiten der Gemeinde vorstellt. Unter www.stadland.de kann nun jeder Internet-Benutzer weltweit die Gemeinde in der Wesermarsch besuchen.

"Stadland zwischen Jade und Weser" leuchtet das Logo den Besuchern in sonnengelb und blau entgegen, bevor es weiter zum Grußwort des Bürgermeisters geht. Anschließend stellen sich die Gemeinde und die einzelnen Ortschaften vor. Rodenkirchen, Schwei, Seefeld und Kleinensiel, jeder Ort präsentiert sich mit seinen schönsten Seiten.

Wegweiser durch das Rathaus

"Wir hatten uns umgeschaut, wie andere Kommunen sich im Internet darstellen, die meisten bestanden nur aus Text", erläutert Boris Schierhold die Gestaltung. "Dabei sagen Bilder doch mehr als tausend Worte." Das Ergebnis: Fotos lockern die Texte auf, und wer noch mehr Stadlander Eindrücke sehen möchte, kann sich die Diashow anschauen.

Der Gang durch das virtuelle Rodenkircher Rathaus führt zum Beispiel zum Gemeinderat und zu den Fachausschüssen. Kindergärten, Schulen und Feuerwehren stellen sich zum Teil mit Bildern vor, und hinter dem Link "Was erledige ich wo?" erfährt der Internet-Besucher, welches Amt für Eheschließung oder Müllabfuhr zuständig ist.

Infos über den Roonkarker Markt

Potenzielle Neubürger können sich auf der Website Baugebiete anschauen, samt den Satzungen für die Abwasserbeseitigung und Straßenreinigung. Betriebe, die ins Stadland ziehen möchten, finden Angaben über die Infrastruktur der Gewerbegebiete. Urlauber können sich über die Freizeitmöglichkeiten und den traditionellen Rodenkircher Markt informieren. Ein ständig aktualisierter Veranstaltungskalender zeigt auch den Einheimischen, was in ihrer Gemeinde passiert. Und jeden Monat stellt sich ein plattdeutscher Autor der Region mit einer Kurzgeschichte vor.

Seit etwa einem Jahr laufen die Planungen für die kommunale Homepage. Gemeinsam mit Uwe Stratmann hat Robby Müller vom Hauptamt die Seiten gestaltet und schließlich bei der Kommunalen Datenverarbeitung Oldenburg eingestellt. Ständig kommen neue Links hinzu, andere Seiten werden aktualisiert. Mehr als 100 sind es mittlerweile.

Formularausdruck zuhause

Geplant ist auch, dass Bürger sich bereits am heimischen PC bestimmte Formulare ausdrucken können. Wer also mitten in der Nacht daran denkt, seinen Hund zur Steuer anzumelden, spart sich auf diese Weise mindestens einen Weg zum Rathaus.

Demnächst wird sogar eine virtuelle Sprechstunde angeboten: Zu bestimmten Zeiten sitzt dann der Bürgermeister persönlich am Computer und beantwortet Fragen seiner Bürger im Live-Chat. "Aber die Homepage soll nur ein zusätzliches Angebot für Bürger und Gäste der Gemeinde sein", betont Boris Schierhold, "selbstverständlich ist weiterhin jeder Bürger auch persönlich im Rathaus willkommen." (bik)

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