"Aufwendiger als Grand Prix"

Videokonferenzen bei Tagung in Bremerhaven vorgestellt: Trend nicht verschlafen

(veröffentlicht im Sonntagsjournal der Nordsee-Zeitung, 2.7.2000)


Bremerhaven. Wenn Geschäftspartner aus verschiedenen Städten über ein anstehendes Projekt beraten wollen, mussten sie sich bislang an einem Ort treffen. In Zukunft können sie aus ihren eigenen Büros miteinander sprechen, sich dabei sehen, sogar gemeinsam einen Text erstellen. Video im Internet ist das Zauberwort, das auf einer Veranstaltung in Bremerhaven und Bremen vorgestellt wurde.

Auf der Tagung stellten sich 15 Unternehmen und Institutionen vor, die im Bereich Multimedia-Technik tätig sind. In Vorträgen und Produktpräsentationen wurden der Stand der Technik, Zukunftsvisionen, aber auch Hindernisse verdeutlicht.

Konferenzschaltung zwischen Bremen und Bremerhaven

Telelearning und Telemedizin, Videokonferenzen und Video-on-demand sind Stichworte, die immer wieder fallen. Die Anwendungsbereiche sind weit gestreut: Von der Präsentation von Automodellen über interaktive Schulungsfilme für weltweite Firmen bis zur Live-Übertragung von Operationen. Selbstverständlich wurde auf der Tagung eben diese Technik angewendet: Per Konferenzschaltung ging es zwischen dem Bremerhavener BRIG und dem Bremer BITZ hin und her. Die Daten liefen über das Landesbreitbandnetz. Wolfgang Schmidt, Geschäftsführer von Bremen Briteline und Organisator der Veranstaltung, begrüßte die beiden Zuschauergruppen: "Die Technik ist aufwendiger als beim Grand Prix d’Eurovision, aber wir haben weniger Personal."

Aber es hat alles geklappt: Die Bilder ruckelten nicht, Worte und Lippenbewegungen kamen zeitgleich. So gut läuft die Video-Technik im Internet zurzeit allerdings noch nicht immer. Voraussetzung ist neben der entsprechenden Ausrüstung bei den Teilnehmern vor allem eine schnelle Verbindung. Daran müsse in den nächsten Jahren gearbeitet werden, waren sich die Teilnehmer einig.

Oberbürgermeister nicht medienkompetent

Oberbürgermeister Jörg Schulz, der sich selbst als nicht-medienkompetent darstellte, versicherte: "Wir in Bremerhaven dürfen den neuen Trend in den Multimedien nicht verschlafen." (bik)

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