Hinnerk

(Glosse)

(veröffentlicht in den Verdener Nachrichten, 04.05.2002)


Also, da seh ich doch neulich zwei neue Schilder am Anfang der Großen Straße, da, wo es zur Claus-Ruge-Straße abgeht. "Vorsicht unebene Fahrbahn" warnen die beiden provisorisch aufgestellten Dreicksschilder in beide Richtungen. Eine Untertreibung sondergleichen, und ich wundere mich: War die Fahrbahn hier nicht auch schon letzte und vorletzte Woche uneben? Die Schlaglöcher waren jedenfalls auch schon vor zwei Monaten so tief, dass der Auspuff meines Wagens fast das Zeitliche gesegnet hätte bei dieser Huckelei.

Was also hat die Stadt dazu bewogen, ausgerechnet jetzt vor der "unebenen Fahrbahn" zu warnen? Nach einigen vergeblichen Anrufen im Rathaus und beim Bauhof klärt mich das Tiefbauamt auf: Vorher waren die Straßenschäden "im Bereich einer gewissen Toleranz" und stellten "keine Gefahr" dar. Doch jetzt ist die Füllung aus Klebbitumen so weit aus den Löchern gewaschen, dass darauf hingewiesen werden muss. Ich bedanke mich und lege auf. Doch jetzt frage ich mich, woher das Tiefbauamt meine Toleranzgrenze kennt. In diesem Sinne...

 

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