Hinnerk und das Theater

Eine Glosse

(veröffentlicht in den Verdener Nachrichten, 06.07.2002)


Also, neulich dachte ich ja, ich guck nicht richtig: Da hängen überall in der Fußgängerzone die Plakate mit dem neuen Programm des Verdener Theaterabonnements, das am 12. November beginnt.

Lauter schöne Stücke wie Shakespeares "König Richard III.", Schillers "Kabale und Liebe", Thomas Bernhardts "Theatermacher" oder Heinrich Manns "Blauer Engel". Klingt mal wieder nach richtig gutem, anspruchsvollem und abwechslungsreichem Theater für viele Geschmäcker.

Aber was lese ich darüber, quasi als Motto des Ganzen? Der olle Goethe soll 1823 gesagt haben: "Am Ende ist doch das schlechteste Theater besser als die beste Langeweil." Na, wie soll ich das denn verstehen? Versucht da jemand tief zu stapeln? So schlimm klingt der Spielplan der neuen Saison doch gar nicht. Da möchte ich glatt mit der Bibel antworten: "Man zündet nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind." In diesem Sinne... (bik)

 

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