Inhaltlich mag kaum jemand richtig mitarbeiten

Immerhin Diskussionen im Gästebuch / Homepage des GaW als Info-Börse für Schüler und Lehrer

(veröffentlicht in den Verdener Nachrichten, 29.07.2002)


Verden. Als Helmut Hupfeld die Betreuung der Internet-Seiten des Gymnasiums am Wall (GaW) übernahm, war die Homepage schon "sehr alt", musste aber grundlegend verändert werden. Das Hauptanliegen des Biologie-Lehrers war es, das Internet als Informationsbörse für die Verdener Schule zu nutzen.

Unter www.gaw-verden.de finden Schüler, Eltern, Lehrer, Ehemalige und natürlich auch alle anderen Interessierten die aktuellen Termine, Informationen zur Schule und über den Schulverein, Berichte aus den Gremien und Fachgruppen und Kontakte zu den Partnerschulen. Ein virtueller Rundgang zeigt die Schule von allen Seiten (inklusive Treppenhäuser), und einige Homepages der Abitur-Jahrgänge ab 1990 sind hier aufgelistet. "Die Gruppen oder Schüler geben mir die Texte und ich wandele sich in die Website um", erklärt "Webmaster" Hupfeld seine Aufgabe als Koordinator. Oft spricht er auch die Leute an, ob sie nicht Texte liefern wollen. Wer selbst die Programmiersprache HTML lernen möchte, kann das in Hupfelds regelmäßiger AG tun.

Meist Kritik am Aussehen

Seit einem Jahr steht das neue Design ganz in lichtem Orange, entworfen von den Abiturienten Jan-Hendrik Lübben und Silan Bekjarov. "Denen hatte das alte Aussehen nicht gefallen, und sie haben über die Osterferien einfach mal etwas Neues gebastelt", erzählt Hupfeld. Mittlerweile gefalle ihm das Design auch. Allerdings beschränke sich die Mitarbeit der meisten Schüler auf Kritik am Aussehen des Seite. "Inhaltlich will kaum jemand mitarbeiten."

Allerdings: Im Gästebuch engagieren sich die Schüler sehr wohl - und sehr diskussionsfreudig. "In den vergangenen Wochen und Monaten haben wir hier über gewisse Gästebuch-Regeln gestritten und ob wir ein Chat oder ein Forum einrichten sollten." Doch müsse man hier immer abwägen, erläutert der Lehrer. "Da fallen schnell hässliche Bemerkungen über andere, die nicht okay sind. So etwas musste ich sofort löschen, aber mehr als einmal am Tag kann ich das nicht kontrollieren."

Informatives über Milzbrand

Übrigens hat der Biologie-Lehrer auch eine eigene Homepage (www.zum.de/Faecher/Materialien/hupfeld). Ein echter Geheimtipp für alle, die endlich einmal verständlich erklärt haben wollen, was es mit Stammzellen oder Milzbrand-Erregern auf sich hat. Auch seine alten Klausuren samt Lösungen hat er hier zur Verfügung gestellt. Allerdings macht diese Website sehr viel mehr Arbeit: "Ich muss ja erst alle Texte selbst recherchieren und schreiben." Dennoch - über mangelnde Resonanz kann sich Hupfeld nicht beklagen: "Über meine Homepage habe ich mehr Rückmeldungen als oft im Schulunterricht." (bik)

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