Warum fliegt eigentlich ein Helikopter?

Hubschrauber & Co. spielen bei dem früheren Heeresflieger Roland Friedrich eine große Rolle

(veröffentlicht in den Verdener Nachrichten, 31.07.2002)


Daverden. Sein ungewöhnliches Hobby präsentiert der Daverdener Roland Friedrich auf seiner Homepage: Unter der Adresse www.copter.de findet sich viel Wissenswertes über Hubschrauber, Heeresflieger und Pilotenausbildung.

Der einstige Heeresflieger der Bundeswehr, der aus Frankfurt stammt, hat vor einiger Zeit an einem Internet-Kursus teilgenommen und war danach auf der Suche nach einer sinnvollen Anwendung des Erlernten. "Ich wollte keine Seite ins Internet stellen wie 'Hallo, hier bin ich und das ist mein Hund'", sagt der 37-Jährige. Und da es damals, Anfang 1999, keine ähnliche Seite zu militärischen Helikoptern im Internet gab, war die Idee zu www.copter.de geboren.

Heli-Technik und Piloten-Ausbildung

Passenderweise sehr technisch gibt sich die Steuerungsleiste auf der rechten Seite, die alle Inhalte bereitstellt. Teils amüsante Informationen über die Heeresflieger und ihre Ausbildung, viele schnell ladende Fotos von Hubschraubern und eine Antwort auf die Frage, wieso ein Hubschrauber eigentlich fliegt, finden sich auf Friedrichs Seiten. Die FAQ-Liste ("frequently askedques-tions", häufig gestellte Fragen) ist auf Englisch, alles andere auf Deutsch. Und zum Stichwort "Heli-Technik" erklärt Friedrich teilweise mit animierten Grafiken, wie die unterschiedlichen Hubschrauber-Typen funktionieren.

Mehr als 15 500 Gäste waren in den vergangenen drei Jahren auf seiner Homepage. Der Webmaster selbst ist überrascht über das große Feedback: "Im Gästebuch entwickeln sich immer wieder Diskussionen von jungen Leuten, die Hubschrauberpilot werden wollen. Die benutzten meine Seite als Informationsportal."

Für Zivilisten zu teures Hobby

Die Texte schreibt Friedrich stets selbst. Und auch wenn er seit 1997 nicht mehr bei der Bundeswehr dient und Hubschrauber fliegen für Zivilisten ein viel zu teueres Hobby ist, wie er bedauernd erklärt, bleibt die Aktualität der Informationen gewährleistet: "Ich arbeite heute in einer Firma, die unter anderem Lernsoftware für die Pilotenausbildung entwickelt." Zurzeit steckt er monatlich etwa fünf Stunden in die Pflege seiner Seiten. "Ich müsste mal wieder ran, aber es ist nun einmal nur mein Hobby, nicht mein Beruf." Und in der Freizeit fliegt er außerdem noch kleine Motorflugzeuge - als Ersatz für den geliebten Hubschrauber. (bik)

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