"Magic Park" statt "Verdi"

Betreiber des Serengeti-Parks übernimmt Freizeitpark Verden

(veröffentlicht in den Verdener Nachrichten, 16.02.2002)


Verden. Das Aus für den Freizeit-Park Verden ist abgewendet: Der Serengeti-Park Hodenhagen hat jetzt den traditionsreichen Erlebnispark gekauft. Unter dem Namen "Magic Park Verden" soll die neue Saison am Sonnabend, 23. März eröffnet werden. Wie berichtet, mussten die letzten Besitzer, Monika und Petra Steiger, nach nur einem Jahr Insolvenz anmelden.

Mit der Namensänderung ist auch eine Veränderung des Konzeptes geplant, erklärt der neue Geschäftsführer Giovanni Sepe: "Wir werden alles im Park ein wenig auf Magic machen, also mit Zaubershows, Straßenartisten und neuen Karussells." Im Laufe des Jahres sollen neue Attraktionen hinzukommen und alte abgebaut werden. "Da ist in der letzten Zeit wenig investiert worden", weiß Sepe.

Märchenfiguren bleiben

Dornröschen, Hänsel und Gretel sowie die anderen Märchenfiguren bleiben jedoch erhalten, verspricht Sepe: "Die bezaubern die kleineren Kinder." Eingemottet wird hingegen das Maskottchen "Verdi". Ein neues Logo für den "Magic Park" wird zurzeit noch entwickelt.

Über den Kaufpreis ist Stillschweigen vereinbart worden. Der neue Besitzer hat den Park jedoch schuldenfrei übernommen. Mit dem Kauf konnten jetzt die drei anhängigen Insolvenzverfahren eröffnet werden. Insolvenzverwalter Dr. Christian Willmer geht davon aus, dass sie in eineinhalb Jahren abgeschlossen sein werden.

Neue Chance für Verden

Alle Beteiligten äußerten sich erleichtert, dass mit dem neuen Besitzer der Freizeitpark-Standort Verden eine neue Chance erhält. Willmer ist überzeugt, dass jemand, der wie Sepe aus der Branche kommt und einen zweiten Park als weiteres Standbein hat, den "Magic Park" zu neuem Leben erwecken kann. Der neue Geschäftsführer hofft auf Synergieeffekte, versichert aber, dass beide Parks getrennt geführt werden.

Auch die beiden Festangestellten können sich freuen: Ihre Arbeitsplätze bleiben erhalten. Giovanni Sepe rechnet darüber hinaus mit einem größeren Bedarf an Saison-Arbeitskräften: "Wir werden mehr Karussells haben, dafür brauchen wir mehr Personal." (bik)

 

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