Verbindlichkeit bei Jobsuche

Mit neuen Vermittlern und Verträgen will Arbeitsamt erfolgreicher werden

(veröffentlicht im Weser Report, 29.8.01)


Bremen. Mit 24 neuen Arbeitsvermittlern will das Arbeitsamt Bremen Schwung in den Arbeitsmarkt bringen. Im Rahmen einer bundesweiten Offensive sollen ab Oktober auch in der Hansestadt zwölf Vermittler neu eingestellt und zwei Monate eingearbeitet werden, zwölf weitere Kräfte werden innerhalb des Amtes umgeschichtet.

Ab Januar 2002 sollen sie sich dezentral um die Arbeitslosen kümmern. Außerdem werden zusätzlich Arbeitskräfte, die bei Bildungsträgern eingestellt sind, zu Bewerbungstrainer weitergebildet.

"Schwerpunkte legen"

"Derzeit wird ein neues Konzept entwickelt, mit dem untersucht wird, wo Schwerpunkte liegen können, um welche Zielgruppen wir uns besonders kümmern und wo wir zügig zu Erfolgen kommen", erklärt Christian Hawel, Direktor des Arbeitsamtes. Es reiche nicht mehr, den Arbeitslosen zum Betrieb zu schicken und zu warten, dass er einen Job findet. "Persönliche und individuelle Betreuung im Rahmen einer Eingliederungsvertrages ist effektiver."

Allerdings auch personalintensiver: Die Vermittler checken offene Stellen und Fördermöglichkeiten für Arbeitgeber. Gleichzeitig besprechen sie mit den Arbeitssuchenden verbindlich, welche Qualifikationen sie noch brauchen, um vermittelbar zu sein.

Englisches Vorbild

Noch sind rund 60 Arbeitsvermittler damit beschäftigt, jeweils 500 bis 600 Bremer Arbeitslosen zurück in den Beruf zu bringen. Mit den neuen Teams steigt die Zahl um etwa ein Drittel. Doch das reicht Hawel noch nicht: Dem Bremer Arbeitsamtdirektor schwebt eine ganz individuelle Betreuung vor, wie zum Beispiel im englischen Sheffield: "Dort fühlt sich ein Vermittler persönlich für 60 Arbeitslose verantwortlich und hat dafür zu sorgen, dass sie einen Job finden." (bik)

 

Hier geht's zurück zum Weser Report