"Fachleute für alle Probleme"

Bremer Forum berät erfolgreich / Bereits zweite Erweiterung geplant

(veröffentlicht im Weser Report, 23.9.2001)


Bremen. Die Idee ist so einfach wie innovativ: Beratungsdienstleister und Wissenschaftseinrichtungen lösen in einem Netzwerk zusammen Probleme, die andere Unternehmen haben. Damit ist das Konzept des Bremer Forums der Wirtschaft und Wissenschaft beschrieben, das mittlerweile so erfolgreich ist, dass eine zweite Erweiterung nötig ist.

Im April 1998 wurde das Bremer Forum aus der Taufe gehoben, bereits Anfang 2000 musste ein zweites Gebäude gegenüber dem ersten Bau im Technologiepark bezogen werden, und jetzt plant Leiter Dr. Jan Miller schon wieder den weiteren Ausbau: Im Nebengebäude werden ab kommendem Jahr mittelstandsorientierte Unternehmens- und Personalberater sowie Wirtschaftsprüfer sitzen.

Interdisziplinär

Zurzeit sind 19 privatwirtschaftliche Firmen und acht Institute des Uni-Fachbereiches Wirtschaftswissenschaften mit insgesamt 143 Mitarbeitern unter dem Dach des Bremer Forums. Zusammen beraten sie die Kunden aus Wirtschaft und öffentlichem Sektor in interdisziplinären Teams.

Miller erklärt: "Der Kunde hat in der Regel nicht nur ein Problem, sondern mehrere, die zusammenhängen. Ob für Logistik, Marketing, Personal oder Produktionsablauf, wir haben die Fachleute hier." Wird während der Beratung ein neues Problem erkannt, kann sofort ein weiterer Experte von einem anderen Dienstleister hinzugeholt werden.

Zufriedene Kunden

Obwohl die Kunden natürlich diskret behandelt werden, nennt Miller ein Beispiel für erfolgreiche Hilfe: Wenn EADS in Hamburg den Airbus A380 baut, sind die Produktionsabläufe von Firmen und Einrichtungen des Bremer Forums optimiert worden.

Aber nicht nur Beratung, auch Coaching gehört zum Angebot. "Bei uns gibt es keine Standardlösung, besonders duch die Zusammenarbeit mit der Universität entstehen sehr innovative und individuelle Konzepte."

Enge Verzahnung

Darüber hinaus ist das Bremer Forum auch eine Drehscheibe für Kontakte mit anderen Netzwerken und Kooperationspartnern, die nicht direkt im Forum sitzen. Miller freut sich, wenn er dadurch dazu beitragen kann, neue Firmen in Bremen anzusiedeln. Und vielleicht, so hofft der 35-Jährige, setzt sich die erfolgreiche Idee des Bremer Forums einmal bundesweit fort - bislang fehlt nach seinen Erfahrungen andernorts die Bereitschaft, Wirtschaft und Wissenschaft derart zu verzahnen wie im Bremer Technologiepark. (bik)

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