Die sieben Chakren des LebensI Geburt
Nabelschnur die mich verbindet mit meiner Mutter mit meiner Geschichte die mich genährt hat im warmen Meer die gekappt wurde die ewig bleibt als Knoten in meinem Bauch als Erinnerung an die Verbundenheit
II Kindheit
Ich spreche seine Sprache aber er hört mich nicht er bleibt stumm Die Worte füllen meinen inneren Raum Sie sind meine Verbündeten in meiner Einsamkeit Mit Worten baue ich meine Welt ohne ihn
III Pubertät
Zorn dampft aus allen meinen Poren Ohnmacht verstopft meine Seele eine verschlossene Ofenklappe dahinter brodelt es infernalisch Aber Rebellion ist undenkbar denn dann müsste ich ohne seine Liebe leben bestraft und allein ein Riss in der Seele
IV Junger Erwachsener
Ich suche meine Ziele meine Wünsche mich probiere Kleider an und Lebensweisen aus chaotische Verwirrung aber auch kraftvolle Klarheit ich handle ohne nachzudenken meine Füße finden ihren Weg
V Reifer Erwachsener
Das Zimmer meines Lebens räume ich auf Stück für Stück Ich habe etwas zu verlieren nichts ist mehr so leicht wie früher aber ich beschwere mich nicht Meinen Weg sehe ich vor mir manchmal im Nebel manchmal wie einen Silberfaden Es gibt kein Zurück Und manchmal sogar überfallt mich am Wegesrand die Zuversicht
VI Alter
Die Sonne versinkt Fußspuren im nassen Sand zeugen von langen Wegen allein und zu zweit gradlinig und im Kreis Zorn Schmerz Trauer verblassen im Sternenlicht was bleibt ist Erinnerung Gewissheit Einsamkeit
VII Tod
Luftwurzeln aus dem Boden bis in die Wolken Ich will Anker werfen in Himmel und Erde die Sterne berühren die Herzen streifen mit meinen Luftwurzeln Birgit Köhler |